Sonderforschungsbereich 1748: Reproduction.MS

Im Sonderforschungsbereich (SFB) 1748, der durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) für zunächst vier Jahre gefördert wird, erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Molekularbiologie, Zellbiologie, Physiologie, Genetik und Informatik die biologischen Mechanismen, die der Hodenfunktion, der Spermienbildung und -funktion, der Befruchtung sowie der frühen Embryonalentwicklung zugrunde liegen. Durch die enge Zusammenarbeit von Grundlagenforschung und klinischer Medizin entsteht in Münster ein einzigartiges Forschungsumfeld, das den direkten Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die medizinische Anwendung ermöglicht.

Ziel des Forschungsverbunds ist es, die Ursachen männlicher Infertilität besser zu verstehen und dadurch neue Ansätze für Diagnostik, Prävention und Therapie zu entwickeln. Langfristig sollen personalisierte Behandlungsstrategien dazu beitragen, die Erfolgsraten von Fertilitätsbehandlungen zu verbessern und die Belastungen für Betroffene zu reduzieren.

Das Institut für Medizinische Informatik übernimmt im SFB 1748 eine zentrale Rolle beim Aufbau der Forschungsdaten- und Analyseinfrastruktur. Hierzu entwickeln wir eine zentrale Forschungsdatenplattform, die molekulare Daten, Bilddaten und klinische Informationen sicher zusammenführt, verwaltet und für Forschende zugänglich macht. Gleichzeitig schaffen wir die organisatorischen und technischen Voraussetzungen für den datenschutzkonformen Austausch und die nachhaltige Nutzung von Forschungsdaten innerhalb des Verbunds.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse und Integration komplexer biologischer Datensätze. Mithilfe moderner Methoden der Bioinformatik, Künstlichen Intelligenz und des Maschinellen Lernens verknüpfen wir unterschiedliche Datentypen, um neue biologische Zusammenhänge zu identifizieren und die Mechanismen männlicher Fertilität besser zu verstehen. Die entwickelten Analyseverfahren und Softwarewerkzeuge unterstützen die Forschenden des Verbunds bei der Auswertung ihrer Daten und bilden die Grundlage für innovative Forschungsansätze im Bereich der Reproduktionsmedizin.

Kontakte:    

Malik Atamne (Forschungsdatenplattform)
Paul Hahn (Bioinformatische Analysen und Maschinelles Lernen)
Carina Schröder (Bioinformatik-Pipelines und -analysen)

Teilprojektleiter INF und Z03:

Univ.-Prof. Dominik Heider
Dr. Michael Storck

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Förderkennzeichen: SFB 1748/1